Schädlingsbekämpfung • Desinfektion

Schädlings-
bekämpfung

Schädlingsbekämpfung - Joachim Folté & Sohn GmbH

Zu allen Zeiten waren Schädlinge im unmittelbaren Lebensbereich der Menschen zu finden. Eine enorme Vermehrungsrate, ein ausgezeichnetes Vermögen unter verschiedensten Bedingungen leben zu können sowie perfekte Überlebensmechanismen haben die Schädlinge befähigt, bis in unsere Zeit zu existieren. Moderne Bauweise, eine abfallproduzierende Konsumgesellschaft sowie eine gestiegene Bevölkerungsdichte haben für viele Schädlinge neue Lebens- und Nahrungsräume erschlossen. Die Gefahr eines Schädlingsbefalls ist somit in nahezu allen Bereichen menschlicher Zivilisation gegeben. Aufgrund der Gefahren, die für den Menschen mit einem Schädlingsbefall einhergehen, ist die Schädlingsbekämpfung nach wie vor ein elementar wichtiger Beitrag für die gesunde Existenz der Menschen. Schädlingsbekämpfung ist eine für die Hygiene und Gesundheit notwendige Dienstleistung.

Seit 2004 gibt es die Erstausbildung zum Schädlingsbekämpfer/in. Seit Mitte 2007 arbeiten die ersten Betriebe mit Personal, die eine umfangreiche drei jährige Erstausbildung zum geprüften Schädlingsbekämpfer/in vorweisen können.

Achten Sie bei der Vergabe von Schädlingsbekämpfungsarbeiten darauf, dass der von Ihm bestellte Schädlingsbekämpfer eine Prüfung nach der "Verordnung über die berufliche Umschulung zum Geprüften Schädlingsbekämpfer/in" vorgegebenen Kenntnisse und Fertigkeiten, durch Vorlage eines entsprechenden Zeugnisses, erfüllen kann.

Die Bettwanze (Cimex lectularius)

Die Bettwanze (Cimex lectularius)

Nach dem Zweiten Weltkrieg spielten Bettwanzen durch die Verfügbarkeit und Anwendung vieler hochwirksamer Insektizide wie DDT, Carbamate und Pyrethroide kaum noch eine Rolle in der westlichen Welt. Seit Mitte der 1990er-Jahre jedoch nimmt der Befall mit Bettwanzen nicht nur in Massenunterkünften, sondern auch in privaten Wohnungen und Häusern, Transportmitteln bis zu Luxushotels stetig zu. Hauptgründe dafür sind vermehrte Reisetätigkeit und Mobilität der Menschen, der nationale und internationale Handel mit Gebrauchtwaren (auch über das Internet), die Entstehung von Resistenzen gegen über Jahrzehnte eingesetzte Wirkstoffe wie z.B. Pyrethroide, sowie Verbote von einigen gut wirksamen Wirkstoffen.
Bettwanzen werden i.d.R. durch den Transport befallener Gegenstände wie Matratzen, Bilder, Koffer, CDs oder Möbel an den Befallsort eingeschleppt. Dabei reicht ein einzelnes vitales begattetes Weibchen aus, um ganz allmählich einen Befall aufzubauen. Aufgrund des langsamen Populationsaufbaus nach Einschleppung und der leichten Verwechselbarkeit der Stiche mit denen anderer Parasiten bleibt ein Wanzenbefall häufig lange unerkannt.

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Hausmaus Mus musculus

Hausmaus (Mus musculus)

Die Hausmaus stammt ursprünglich aus dem südwestlichen Teil Asiens, und ist von dort aus, mithilfe des Menschen, über die ganze Erde verbreitet worden. Die Hausmaus ist sehr anpassungsfähig und kommt heute überall vor, wo es Menschen gibt.
Bei uns ist die Hausmaus an den Häusern der Menschen gebunden, einige leben kurzzeitig während des Sommers im Freien, suchen aber spätestens im Herbst ihre Mitbewohner, den Menschen wieder auf.
Im Inneren der Häuser und Wohnungen kann die Hausmaus überall dort wohnen, wo es Nahrung und etwas zum Nest bauen gibt. Sie hält sich besonders auf wärmeren Dachböden, unter Fußböden und in hohlen Mauern auf. Von hier aus nagt sie sich durch das Gebälk in Speisekammern und andere Räume. Die Nester der Mäuse, bestehen aus einem Haufen unsortierter Materialen, dass die Tiere einschleppen um an geschützten Stellen Brutnester zu bauen.

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Kornkäfer (Sitophilus granarius)

Kornkäfer (Sitophilus granarius)

Die Körpergröße der Kornkäfer liegt zwischen 3,8 und 5,1 Millimetern und hängt außer von Temperatur und Luftfeuchtigkeit auch vom Brutsubstrat ab, in dem sich die Larve entwickelt hat. Der Kornkäfer ist ein brauner bis schwarzer, flugunfähiger Rüsselkäfer.

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Rote Stachelbeermilbe (Bryobia Praetiosa)

Rote Stachelbeermilbe (Bryobia Praetiosa)

Die Rote Stachelbeermilbe hat eine leicht ovale Form mit vier Beinpaaren, wobei die vordersten Beine etwas länger sind, sie ist rotbraun bis rot und ca. 0,7 bis 1 mm lang.
Die Eier und Jungtiere sind leuchtend orangerot. Die Laven besitzen nur drei Beinpaare.
Die Rote Stachelbeermilbe überwintert als Winter Ei unter Rinden an Bäumen und Sträuchern, sowie in Ritzen und Spalten von Gemäuer und Gebäuden.

Ab Februar ja nach Wetterlage schlüpfen die Larven. Die Hauptaktivität liegt im Frühjahr bis zum Spätsommer. Sie ernähren sich hauptsächlich, saugen von Pflanzensaft, an Gräsern und anderen klein Pflanzen. Es kann bei Massenauftreten zu Verfärbungen an den Pflanzen kommen. Die Rote Stachelbeermilbe spinnt im Gegensatz zu anderen Milben Arten keine Gespinste. Sie dringt durch Ritzen und Spalten, offene Fenster und Türen in Gebäude ein, auch Berankungen dienen als Hilfe. Es werden sonnige Südseiten an Gebäuden bevorzugt. Nach dem Erreichen des adulten Stadiums legen sie ihre Wintereier ab. Rote Spinnenmilben werden ca. sechs Monate alt. Im Spätsommer endet ihre Hauptaktivität.
Die Rote Stachelbeermilbe ist kein Schädling der den Menschen beißt oder Sticht. Ehr ein Pflanzenschädling und Lästling da beim zerdrücken rote Flecken zurückbleiben. Eine Behandlung gegen die Rote Stachelbeermilbe sollte im Frühjahr, spätestens vor der Eiablage stattfinden.

Schmetterlingsmücken (Psychodidae)

Schmetterlingsmücken (Psychodidae)

Schmetterlingsmücken (Familie Psychodidae) gehören innerhalb der Ordnung Diptera (Zweiflügler) in die Unterordnung Nematocera und somit in die gleiche Gruppe wie zum Beispiel Stechmücken. Erwachsene Psychodiden zeichnen sich durch stark behaarte Flügel aus. Größe ca. 1,5 bis 2,5 mm. Die als „Abortfliegen“ bekannte Art Psychoda phalaenoides sowie einige andere Arten werden durch den Geruch von Kot und Harn angelockt und legen die Eier in der Nähe der Quelle dieser Gerüche ab. An den genannten Stellen werden vom Weibchen ca. 30-100 Eier abgelegt, aus denen nach etwa 2 Tagen die Larven schlüpfen, diese sind maximal vier Millimeter lang und schlank. Die Larven verpuppen sich nach ca. 4 Wachstumshäutungen innerhalb einer Woche. Nach abgeschlossener Entwicklung schlüpfen aus der Puppe die neuen „Abortfliegen“.

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Staublaus

Hefekäfer

Hefekäfer (Dienerella filum) sind winzige, bräunlich-gelb gefärbte Käfer. Sie erreichen lediglich eine Länge von 1,3 bis 1,4 mm. Ihr Körper ist lang gestreckt und vergleichsweise flach. Typisch für die Art ist eine tiefe, nach hinten breiter werdende Mittelfurche auf der Kopfoberseite. Die Fühler enden mit einer zweigliedrigen Fühlerkeule. Diese Merkmale sind allerdings nur mit dem Mikroskop zu erkennen.

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Wanderratte (Rattus norvegicus)

Wanderratte (Rattus norvegicus)

Die Wanderratte kommt heute fast überall auf der Erde vor. Man nimmt an, dass die Ratten aus Ostasien stammen und sich über die Handelswege der Vergangenheit über den ganzen Planeten verbreitet haben. Sie kam ziemlich spät nach Europa, erste Berichte über Ratten stammen aus dem frühen 18. Jahrhundert. Die Anpassung der Wanderratte an ihre neuen Umgebungen ging relativ schnell und so verdrängte sie die Hausratte. Sie fühlt sich in den verschiedensten Lokalitäten wohl, ist aber hauptsächlich an Wohnhäuser, Lager und Ställe gebunden, wo sie feuchte Orte bevorzugt.

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Bundesamt für Umwelt Robert Koch Institut BfR